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Ein Traum aus meiner Kindheit begleitet mich bis heute: Ich tauche im elterlichen Haus, das unter Wasser steht. Alles ist klar, ruhig, schwerelos. Ich bewege mich frei schwebend, schaue, nehme wahr ohne Druck, ohne Drama. Dieses Bild ist zu einer inneren Ausrichtung geworden, die mich bis heute trägt.
Als Meeresbiologe habe ich Menschen in die Welt mariner Ökosysteme geführt. In der Visionssuche begleite ich dich auf ähnliche Tauchgänge – nach innen. Dort begegnest du dem, was dich bewegt, nährt und ruft: deinen Sehnsüchten, deinem tieferen Anliegen.
Aus Fragen nach Sinn und Haltung.
Aus Aufbruch und Rückkehr.
Aus Meer, Musik, Verantwortung und Übergängen.
Ich habe gelernt, zu begleiten – nicht zu führen.
Und zuzuhören – bevor ich spreche.
Wenn dich interessiert, wie dieser Weg entstanden ist, kannst du hier weiterlesen:
Wer bin ich?
Ich bin Biologe, Taucher und Begleiter von Visionssuchen. Mein Vater – geprägt von der Psychoanalyse, meine Mutter – an C.G. Jung orientiert und später selbst Visionssuche-Begleiterin, haben mir früh ein weites Spektrum psychologischer Sichtweisen eröffnet.
25 Jahre lang habe ich Menschen durch die Unterwasserwelt des Mittelmeeres begleitet. Ich liebte es, ökologische und evolutionäre Zusammenhänge zu vermitteln und die Schönheit des Lebendigen erfahrbar zu machen. Auf der Suche nach Antworten auf die Frage, was Leben ist, sind mir über die Jahre mehr Fragen begegnet als Antworten. Geblieben ist das Staunen.
Heute richte ich meinen Blick auf das Menschsein und frage nach unserer eigenen Natur. Als Biologe sehe ich die komplexe Verwobenheit allen Lebens. Als Begleiter von Menschen erlebe ich, wie sehr wir Teil dieser Zusammenhänge sind.
Ich glaube nicht, dass Leben reiner Zufall ist oder sich vollständig mechanistisch erklären lässt. Zu vieles entzieht sich dieser Sicht und zeigt sich erst in der Erfahrung. Gleichzeitig hat uns die einseitige Ausrichtung auf Messbarkeit und Funktionieren ein Stück von uns selbst entfernt.
Es ist an der Zeit, uns wieder mit uns selbst zu verbinden und auf Wege zurückzugreifen, die Menschen seit jeher begleitet haben. Rituale wie die Visionssuche können uns dabei unterstützen, unserer eigenen menschlichen Natur wieder näher zu kommen.
Im Sein ankommen. Wahrnehmen, was ist. Mit allem – Licht und Schatten. Ansehen. Aussprechen. Würdigen. Ohne Bewertung. Ohne Analyse. Und vielleicht ist genau das die eigentliche Revolution: eine Revolution der Herzen.
Zuerst meine Mutter – und später ich selbst – sind hier „zur Schule gegangen“. Der Name geht auf Steven Foster zurück. Er verbindet zwei Ebenen: die Idee einer Schule, die Menschen über ihre gewohnten Grenzen hinausführt, und den traditionellen Namen „The Land of Lost Borders“ der Paiute First Nation aus dem Owens Valley – ein Gebiet, in dem sich Grenzen in der Weite der Wüste auflösen.
Meine Mutter, Irmtraut Schäfer, war eine der ersten Europäer:innen, die bei Steven Foster und Meredith Little lernten und die Visionssuche nach Europa brachten. Mit 20 Jahren wurde ich von Steven ins Eureka Valley begleitet. Dort bin ich – von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang – meinen ersten Medicine Walk gegangen.
Einige Worte aus dem Spiegel von Steven und Meredith sind tief in mich gesunken. Ich kann sie bis heute hören. Die Erinnerungen an meine eigene Zeit an der School in den 2010er Jahren erfüllen mich mit Stolz, Sehnsucht und Herzenswärme.
Was ich dort gelernt habe, sind die „bare bones“ der Visionssuche – die nackten, tragenden Knochen dieses uralten Rituals:
Liebe die Menschen.
Hör ihnen zu.
Vertraue dem Ritual.
Und mach dein eigenes Ding daraus.
Auf der Netzwerkseite findest du alle Angebote meiner Visionssuche-begleitenden Kolleg:innen im deutschsprachigen Raum.
Von 2018 bis 2022 war ich im Vorstand des Fördervereins Visionssuche und Naturrituale e.V. und damit als einer der fünf „Netkeeper“ des Netzwerks der deutschsprachigen Visionssuche-Leiter/innen tätig. In dieser Zeit habe ich haltend und gestaltend, häufig in enger Zusammenarbeit mit meiner Kollegin Brigitte Käsermann, am Geschick unseres Netzwerks mitgearbeitet.
Seit 2026 stehe ich in der Vertrauensgruppe des Netzwerks gemeinsam mit fünf weiteren Kolleg:innen für zwischenmenschliche und ethisch knifflige Fragen und Unsicherheiten zur Verfügung.